![]() |
||
|
#1
|
|||
|
|||
|
Es ist für mich persönlich immer noch der zwiespältigste Moment der Show: während U2 Walk On spielen kommen Freiwillige mit Masken von Aung San Suu Kyi auf die Bühne und Bono fordert zudem das Publikum auf während des Songs ebenfalls diese Masken zu tragen. Ich kann mit Bischof Tutu und seinem Aufruf zur Unterstützung der Organisation von ONE gut leben. Aber diese Masken sind einfach nicht mein Ding, ich habe sie bisher weder getragen noch überhaupt mir in die Hand drücken lassen. Ich mag diese Inszenierung einfach nicht. Punkt. Aus. Dabei gerate ich dann durchaus selbst mit mir in Konflikt, denn plötzlich übertrage ich diese Inszenierung gar auf die Sache, fange an zu sagen 'Boah, diese Aung San Suu Kyi nervt!'. Aber halt: genau darum gehts hier ja gar nicht. Was mich nervt ist U2s Inszenierung, nicht die Sache.Heute wurde Aung San Suu Kyi von einem Gericht in Burma zu weiteren 18 Monaten Hausarrest verurteilt. Doch wer ist eigentlich Aung San Suu Kyi? Sie ist die wohl bekannteste Vorstreiterin für Demokratie und Menschenrechte in Burma, einem bitterarmen Land, welches seit Jahrzehnten von einer Militärregierung angeführt wird. 1990 gewann ihre Partei die Wahlen, doch die Militärs erkannten das Ergebnis nicht an. Seitdem steht sie mit wenigen Unterbrechungen unter Hausarrest.Bono hat ihr 'Vergehen' auf dieser Tour mehrfach deutlich gekennzeichnet: 'Ihr einziges Vergehen besteht darin, dass sie bei freien und demokratischen Wahlen in Burma gewinnen würde.' Doch genau dies kann nun nicht geschehen, denn ihr neuerlicher Hausarrest schliesst sie auch von den nächsten Wahlen in Burma im kommenden Jahr aus. Die Menschen dort werden auch weiterhin in einer Diktatur leben und unter Machtmissbrauch und Menschenrechtsverletzungen leiden müssen.Aung San Suu Kyi hat für ihren Kampf gegen die Militärdiktatur u.a. den Friedensnobelpreis erhalten. Bono hat ihr im Rahmen des dritten Dublin-Konzertes erst kürzlich die Auszeichnung 'Ambassador of Conscience' verliehen, die von amnesty international vergeben wird. amnesty setzt sich seit Jahren für ihre Freilassung und für die Beachtung der Menschenrechte in Burma ein. Und wer sich also, wie ich, gegen das Aufsetzen der Maske
Weiterlesen auf U2tour.de... |
| Das folgende Mitglied bedankt sich bei U2tour.de Blog für diesen Beitrag: | ||
|
#2
|
||||
|
||||
|
Nachdenklich stimmt das, was auf der Rückseite der Maske abgedruckt ist. Und ich meine hier nicht die Bastelanleitung.
Ich selbst habe die Maske nicht aufgesetzt. |
|
#3
|
||||
|
||||
|
Blöd gefragt: Was steht denn auf der Rückseite der Maske?
__________________
Highlights 1996 Pearl Jam 1999 REM, RHCP 2000 Cure, Pearl Jam 2002 Coldplay 2003 RHCP 2005 U2 2006 R. Williams, RHCP 2007 Pearl Jam, RHCP, Foo Fighters 2009 U2, Coldplay, Placebo
2010 Pearl Jam = Berlin // U2 = Frankfurt = Hannover = München |
|
#4
|
||||
|
||||
|
#5
|
||||
|
||||
|
Das Problem ist ja, dass es nicht nur um Aung geht. Viele hunderte gewaltlose politische Gefangene sitzen in Burmas Gefägnissen.
Zum Thema Maske: Bei unserer amnesty Aktion auf Schalke gab es auch die Möglichkeit, Petitionen zu unterschreiben. Leider haben die meisten der angesprochenen sich noch nicht mal angehört, um was es geht, geschweige denn eine Petition unterschrieben oder sich an unserer Fotoaktion beteiligt. Es war außerdem erschreckend zu sehen, wie viele noch nicht einmal was mit dem Begriff "Menschenrechte" anfangen konnten. Ich finde das folgende Zitat von Edmund Burke immer ganz passend: „Für den Triumph des Bösen reicht es, wenn die Guten nichts tun!“ http://www.amnesty.de/2009/7/30/myan...est-verurteilt
__________________
Edge In Numbers:72 seconds length of his longest solo, 375 numbers of hats he owns, 1 number of times he's punched Bono in the face onstage. He is Mr. Spock to us an the Edge to you!
|
| Das folgende Mitglied bedankt sich bei bluemusic für diesen Beitrag: | ||
|
#6
|
|||
|
|||
|
das liegt aber auch vielleicht daran.das die leute auf ein konzert gehen wollen nicht mehr und nicht weniger.
|
|
#7
|
||||
|
||||
|
Ich mochte die Maske auch nicht. Für mich hatte die ganze Aktion etwas Kitschiges, sie erinnerte mich an Michael Jacksons "heal the world", den Auftritt von verkleideten Kindern, den ich immer furchtbar fand. "Glücklicherweise" gab es in der Nordkurve keine Masken, "musste" also auch keine aufsetzen. Darauf kam es aber auch gar nicht an. Wichtig war doch, dass sich U2 und damit die Fans mit dieser Thematik auseinandersetzen, und ich glaube, dass tut so ziemlich jeder, der sich mit der Musik von U2 beschäftigt. Und diese Botschaft hat ein größeres Publikum erreicht. Bild online meldet, "die Rockgruppe U2" würde sich "Masken aufsetzen, um Aung San Suu Kyi zu unterstützen". Das ist zwar knapp neben der Realität, aber der Sinn der Aktion wurde transportiert. Und wie dieses Urteil zeigt, hat amnesty recht und es ist bitter notwendig, Solidarität zu zeigen.
|
|
#8
|
||||
|
||||
|
Also da der Song "Walk On" ja Ihr gewidmet ist, kann ich die Aktion auch nachvollziehen, natürlich hat es immer einen kleinen faden Beigeschmack, zumal wenn man Songs "abfeiert", die politisch motiviert sind, aber so kennen wir Bono nunmal, eine Sache, die sich niemals ändern wird. Ich persönlich habe kein wirkliches Problem mit der Aktion, muss man als Fan halt wenigstens hinnehmen und akzeptieren, ob man sich im nachhinein mit der Sache auseinander setzt und nach einem Konzert darüber nachdenkt, ist eine andere Sache...
|
|
#9
|
||||
|
||||
|
ich habe die maske auf meinen konzerten auch "boykottiert". ich finde es zwar generell gut dass sich U2 für so manches einsetzen, und letztendlich schon viele Probleme der breiten Masse vor Augen geführt haben. aber die Maske ist für mich irgendwie währrend eines Rock-Konzertes im wahrsten sinne des wortes untragbar. es sollte bei einer solchen Show einfach nur um die musik gehen, ein paar ansagen hier und da sind auch ok, es ist auch ok einen Song einer Sache oder jemandem zu widmen aber diese Maske geht irgendwie garnicht. wie gesagt unabhängig von dem Thema an und für sich, aber es hätte auch genügt vor dem Song eine Ansage zu machen und so darauf hinzuweisen.
__________________
dream out loud |
|
#10
|
||||
|
||||
|
Ich finde es grundsätzlich voll in Ordnung und es Wert, dass man U2s bzw. Bonos Gutmenschaktionen unterstützt. Hat er damit bisher irgendjemanden geschadet? Ich denke eher nicht und es sind auch keine Pseudo-Aktionen sondern immer von langer Hand geplanter und ausgeführter Support. Egal hinter welcher dieser Aktionen man schaut man kann nicht behaupten, dass es Alibi-Taten sind.
Ob ich mir die Maske im Konzert vor die Nase halte oder nicht... spielt für mich und auch sonst vermutlich keine große Rolle. Die Aufmerksamkeit wird durch die Aktion bei Walk On recht gut erweckt und es ist vom Umfang her zum einen erträglich und zum anderen so ausgestaltet, dass man die Aktion während der Dauer auch verstehen, bzw. sich verständlich machen kann. Die Amnesty-International Aktionen rund um die Veltins-Arena hab ich zwar gesehen, aber mein Fokus lag mehr auf anderen Dingen an diesem Tag. Aber - auch Dank dieses Forums - versickern solche Aktionen nicht gänzlich und man bekommt irgendwie schon mit was los war und worum es ging. Und wer mag kann seinen eigenen Support auf welche Art auch immer jederzeit noch leisten. Ich für meinen Teil werde das tun, denn ich denke es ist eine sinnvolle Aktion.
__________________
= Dortmund = Dortmund = "Lasst es nie wieder passieren!" (Zitat Bono, Köln, 12.06.1993) = Köln/Hannover = Köln/München/Berlin = Gelsenkirchen/Dublin = Dublin/Dublin/Gelsenkirchen/London = ? Wegen OP leider "nur" Frankfurt und dank Paulinchen! ? = |
|
#11
|
||||
|
||||
|
Zitat:
__________________
Edge In Numbers:72 seconds length of his longest solo, 375 numbers of hats he owns, 1 number of times he's punched Bono in the face onstage. He is Mr. Spock to us an the Edge to you!
|
|
#12
|
|||
|
|||
|
ich habe zwar auch keine gehabt, aber auch nix gegen diese aktion
![]() wir wissen doch alle nicht erst seit dieser tour das U2 sich politisch engagieren ![]() wenn ich mir im nachhinein die berlin videos anschaue wo bono versucht die leute zu animieren (nicht nur bei der aktion mit Aung San Suu Kyi ) kam er mir manchmal so allein gelassen vor
|
|
#13
|
||||
|
||||
|
Also diese Aktion störte mich überhaupt nicht! U2 ist eine politisch engagierte Band, Politik und Statements dazu macht ein Teil ihrer Musik und auch ihrer Konzerte aus! Die Stimmung am Konzert leidet unter der Aktion bestimmt nicht! Persönlich muss ich eingestehen, dass Walk on für mich gerade deswegen einer der vielen Höhepunktenwar. Mir ging das ziemlich unter die Haut und man darf doch ruhig auch während einem Konzert nachdenkliche Minuten abhalten, oder??! Danach gings ja mit Streets wieder mächtig ab..!!
Ehrlich gesagt, hätte ich die Maske auch nicht angezogen aber in Mailand z.B. sah ich im Publikum gar keine...wurden wahrscheinlich nicht überall verteilt
|
|
#14
|
||||
|
||||
|
Zitat:
Okay, das mit dem Aufsetzen der Masken hat sich als eher unpraktisch erwiesen, stattdessen wird halt eher gewedelt. Dennoch finde ich die Aktion nicht schlecht - die Freiwilligen kommen auf den Catwalk und erhalten durch die ASSK-Gesichter in der Menge ein Echo aus dem Publikum. Und insgesamt ist die Aktion für mich atmosphärisch durchaus ein Highlight der 360°-Show. Vom Timing her ist sie zudem gelungener als das Tutu-Video, das vor Streets für mich falsch platziert ist. Wer nur saufen und grölen will, kann auch in die Kneipe gehen. Mein Mitleid mit Konzertbesuchern, die von Menschenrechtsaktivisten belästigt werden, hält sich jedenfalls stark in Grenzen. P.S.: Was die Kritik im Vorfeld betrifft bezüglich peinlicher "Zwangs"-Massenchoreographien - da finde ich das (ohnehin von Depeche Mode kopierte) "field of corn" bei "Elevation" oder den einen oder anderen "ohohoh"-Chor (ohne den ja mittlerweile kaum noch ein Song auskommt) wesentlich peinlicher.
__________________
Academic Review: "No Line on the Horizon" Geändert von Three Chords & The Truth (12.08.2009 um 14:13 Uhr) |
|
#15
|
|||
|
|||
|
Zitat:
das aktionen wie diese wichtig sind wollte ich damit nicht anzweifeln,allerdings sollte man sich auch im klaren sein das bei 70-90.000 zuschauern pro show ,solche aktionen den allermeisten zuschauern am allerwertesten vorbeigehen.die zahlen eintritt(das ist der unterschied zur fussgängerzone wollen ein konzert sehen und gut ist.nächsten monat trifft man diese leute bei bon jovi, metallica oder pur.
|
|
#16
|
|||
|
|||
|
Aber U2 wollten sich ja eben immer von anderen Pop/Rockbands absetzen, die bloß unterhalten wollen. Und dazu gehören eben nicht nur Songs mit Inhalten (vs. "wall paper music" - in den 80ern von Bono angeführtes John Lennon-Zitat), sondern wohl auch solche Sachen (und Greenpeace-Aktion, Sarajevo-Liveschaltung während Konzerten in den 90ern, Amnesty International-Unterstützungskonzerte in den 80ern usw.). Damals wollten sie doch ganz bewusst einen Gegenpol zum "Plastikpop" à la Duran Duran etc. bilden. Hätten sie derlei Gedanken aufgegeben (doch das taten sie ja nie trotz aller neuen Ironie-, Show- etc.-Schwerpunkte in den 90ern!) - da wär doch heftiges Geschrei von wegen "Alle Ideale aufgegeben?", "Für was stehen U2 eigentlich bitte noch?" angesagt- ganz unabhängig davon, wie den Altfans jetzt die oder die neue Platte gefällt, oder????
Aber irgendwie interessant, dass hier vieles exakt in die von U2 zwar nicht vollends verteufelte (denn "Es gibt viele Seiten von U2 und wenn man es einfach toll findet, wie Edge Gitarre spielt - auch gut!" - oder so ähnlich hieß es mal), aber doch eher kritisch beäugte Anschauung "Wir wollen nur einfach gute Mukke hören und gut is!" geht... "You shouldn´t mix music and politics, sports and politics..."? "Kind of bullshit" oder doch nicht? Man kennt doch das von U2 bzw. Bono gar nicht anders. Wer in ein Kiss-Konzert geht, den sollte es ja auch nicht nerven, dass die so angeschmiert rumlaufen... Geändert von Zoo Maniac (12.08.2009 um 18:54 Uhr) |
| Die folgenden 2 Mitglieder bedanken sich bei Zoo Maniac für dieses Posting: | ||
|
#17
|
|||
|
|||
|
es ist ja nun nicht so das permanent während des konzertes irgendwelche politischen sachen durchgezogen werden
![]() die meißten sachen macht U2 ja außerhalb der konzerte, oder ![]() wichtig ist ihnen dabei sicher es angesprochen sowie die menschen zum nachdenken angeregt zu haben ![]() mich stört es absolut nicht und auch das ist eine seite an U2 die ich mag, wenn auch nicht die wichtigste
|
|
#18
|
||||
|
||||
|
Ich hatte in Paris eine Maske in die Hände gedrückt bekommen - aber nicht aufgesetzt, nur hochgehalten.
Gerade vor dem aktuellen Hintergrund finde ich diese Aktion völlig okay.
__________________
Every minute from this minute now We can do what we like anywhere |
|
#19
|
||||
|
||||
|
Wenn man das nebenbei damit erreichen kann, umso besser. Brauchen sie auch kein "Pride" mehr runterzunudeln. Ich bin dabei.
Zitat:
Bei Bon Jovi oder Pur mag das so laufen, das kann ich nicht beurteilen, die will ich ja so oder so nicht sehen Aber KünstlerInnen dürfen dem Publikum imho schon mal auf die Nerven gehen, wenn sie ihrer Überzeugung Ausdruck verleihen.
__________________
Academic Review: "No Line on the Horizon" |
|
#20
|
|||
|
|||
|
Also ich bin entschieden dagegen, dass "Pride" dann dran glauben müsste...
![]() Ich habe auch weder in Dublin noch auf Schalke die Maske aufgesetzt, weil ich einfach diese Form des Protests/der Aufmerksamkeit (oder was auch immer) ziemlich albern finde. Es hat für mich in diesem Rahmen einach nicht den Stellenwert, den es ja eigentlich haben will. Auch ich habe gar nichts dagegen, wenn Paule & Co. auf diese Dinge aufmerksam machen. Im Gegenteil, es gehört dazu, nicht zuletzt deshalb ist diese Band "meine" Band. Und Künstler sollen, ja, sie müssen auf Missstände hinweisen. Das erwarte ich von weltbekannten Menschen sogar. Schade, dass es nur wenige tun! Aber ich kann - ganz simpel - dieser speziellen Aktion eben nichts abgewinnen. Ich mag sie nicht, finde sie albern und würde mir nie im Leben so eine Maske aufsetzen. Trotzdem: Natürlich haben U2 das Recht diese Aktion so durchzuziehen und, möglicherweise, die Zuschauer damit zu nerven, natürlich. So wie ich diese Aktion boykottiere, darf jeder andere natürlich daran teilhaben. Respekt und Toleranz schaden in diesem Fall weder auf der einen noch auf der anderen Seite! Übrigens auch egal, ob man danach zu Bon Jovi oder PUR geht....
|
![]() |
| Lesezeichen |
| Themen-Optionen | |
|
|
Ähnliche Themen
|
||||
| Thema | Autor | Forum | Antworten | Letzter Beitrag |
| Aung San Suu Kyi / Lage in Burma | Chanelle | What do you want? | 47 | 11.08.2009 13:47 |
| u2.com 'Flashmob' - Trage die 'Aung San Suu Kyi'-Maske | u2tour.de News | U2Tour.de News | 123 | 11.08.2009 08:46 |
| Wer setzt die Maske auf? | ralfonso | U2 Umfragen und Votings | 84 | 07.08.2009 18:14 |
| Textübersetzungen | Sanni | U2 Allgemein | 591 | 17.06.2009 12:16 |